Aktuelles aus den Charlottenhof Wohnheimen und Pflegeheimen

Kategorien: Alle, Pflege

13. März 2014

Fachweiterbildung "Gerontopsychiatrie"

Unsere heutige Gesellschaft ist durch einen hohen und wachsenden Anteil alter Menschen geprägt. In Deutschland leben gegenwärtig fast eine Million Demenzkranke, zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimer Krankheit betroffen. Jährlich treten mehr als 200.000 Neuerkrankungen auf. Die demographische Entwicklung mit erheblicher Zunahme alter und sehr alter Menschen zusammen mit der Differenzierung der Methoden, Möglichkeiten und des Wissens über psychische Erkrankungen haben zur Herausbildung eines alterspsychiatrischen Schwerpunktes in der Psychiatrie geführt. Die Gerontopsychiatrie als ein Teil der Psychiatrie kann auch als ein Teilbereich der Altersmedizin, der Geriatrie oder weitergehend der Gerontologie verstanden werden. Die Gerontopsychiatrie ist durch eine besondere Herangehensweise mit viel Erfahrung und medizinischem Spezialwissen gekennzeichnet.

So entstehen auch für unsere Einrichtung neue Anforderungen, denen begegnet werden muss.

Eine grundlegende Voraussetzung dafür sind Mitarbeiter/-innen, mit fundiertem Wissen über gerontopsychiatrische Krankheitsbilder und persönlicher Vorbereitung auf das psychosozial herausfordernde Klientel dementiell Erkrankter.

Unsere Mitarbeiter Herr Denny Hoffmann und Frau Sabine Ehm haben im Jahr 2013 erfolgreich die Fachweiterbildung „Gerontopsychiatrie" mit einem Stundenvolumen von 480 Stunden absolviert. Sie haben ihr Wissen über Krankheitsbilder, therapeutische Interventionen und den Überblick über derzeit aktuelle Pflege und Betreuungsansätze in der Begleitung dementiell erkrankter Menschen vertieft und erweitert und für alle Mitarbeiter in die Einrichtung getragen.

Ebenfalls erfolgreich schlossen Herr Hoffmann in 2013 und Frau Ehm im Juli 2014 die 200 Stunden umfassende Fachweiterbildung zum „Praxisanleiter" ab.

Praxisanleiter sind in einer Pflegeausbildung für die praktische Anleitung der Auszubildenden am jeweiligen Arbeitsplatz zuständig. Außerdem sollen/können sie bei der Erstellung von Zwischen- und Regelbeurteilungen mitwirken. Die Anleitung von Auszubildenden ist wesentlicher Bestandteil der Personal- und Organisationsentwicklung unserer Einrichtung.

Praxisanleitung ist heute integraler und gesetzlich geforderter Bestandteil der Pflegeausbildung.

Darüber hinaus besteht im Gesundheitswesen in allen Bereichen permanenter Bedarf an Einarbeitung und Anleitung. Nur durch eine qualifizierte Einarbeitung und Anleitung ist eine Mitarbeiterin / ein Mitarbeiter in der Lage den Qualitätsanforderunen nachzukommen. Um dieses zu gewährleisten bedarf es qualifizierter Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden befähigt:

  • Ihr pädagogisches und didaktisches Wissen in der Praxis situations- und personenbezogen anzuwenden
  • Ein Bewusstsein für ihre Rolle und eine professionelle Haltung zu entwickeln und aus diesem Verständnis heraus zu kommunizieren
  • Das eigene pflegefachliche Wissen und Können zu aktualisieren und nach dem Stand pflegewissenschaftlicher Erkenntnis zu ergänzen
  • Die Lernsituationen systematisch zu gestalten und in die einrichtungs- und stationsinternen Abläufe zu integrieren
  • Den gesamten Prozess der praktischen Ausbildung zu organisieren und dabei Kontinuität und Qualität zu sichern
  • Die Verbindung zwischen den Lernorten Schule und Praxis zu halten und die Lerninhalte jeweils dort abzustimmen.

Praxisanleiter/-innen schaffen in Institutionen des Gesundheitswesens eine Verbindung zwischen theoretischer und praktischer Pflege. Sie unterstützen die Schüler/-innen bei ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung und tragen somit zur Qualitätssicherung bei.

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