Konzept Charlottenhof Badenhausen am Harz - CMA-Wohnheim für suchtkranke Menschen

Eine mehrdimensionale Betreuungsform für chronisch mehrfach Suchtgeschädigte

Im Vordergrund steht eine individuelle Betreuungsform, die sich aus den Schwerpunkten Wohnen, Arbeiten, Beschäftigung und soziale Integration zusammensetzt. Unser Ziel ist es, dem Heimbewohner eine möglichst umfassende Verselbständigung zur Lebensbewältigung zu vermitteln, die den besonderen Bedürfnissen chronisch mehrfach suchtgeschädigter Menschen entspricht.

Psychische Stabilisierung - Lebenspraktisches Training

Durch differenzierte, individuelle Hilfestellungen in Form von

  • sinnvoller Beschäftigung
  • tagesstrukturierenden Maßnahmen

in verschiedenen Bereichen und bei der Bewältigung des Lebensalltags erfahren unsere Bewohner eine psychische Stabilisierung. Kontinuierliche Anregung und Sicherheit des betreuten Wohnens, möglichst viele Dinge des täglichen Lebens wieder eigenverantwortlich zu übernehmen.

Viele psychisch kranke Menschen haben einen längeren Klinikaufenthalt hinter sich und benötigen Zeit, um wieder Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu bekommen. Die Eingliederung in die Gemeinschaft unterstützen wir aktiv über den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu einer festen Bezugsperson.

Arbeits- und Beschäftigungstherapie

Ohne Leistungsdruck können die Bewohner sich hier sinnvoll und produktiv einbringen. Sie können sich ausprobieren und ein neues, gesundes Verhältnis zu ihren individuellen Fähigkeiten entwickeln. Zielsetzung sind:

  • Stabilisierung des Selbstwertgefühls
  • Einüben von Zeit- und Verhaltensstrukturen
  • Zuverlässigkeit
  • Kooperationsbereitschaft
  • Kreativität und Kontinuität
  • soziale Kompetenz und Verantwortung

Die Förderung von Fähigkeiten und Fertigkeiten durch Arbeits- und Beschäftigungstherapie unterstützt auch die Steigerung des Selbstwertgefühls.

Wohntrainingseinheiten

Das CMA-Wohnheim in Badenhausen am Harz verfügt über kleine Wohntrainingseinheiten. Sie dienen neben dem betreuten Wohnen der ausführlichen Erprobung der individuellen Verselbständigung für den Lebensalltag, im Rahmen der Wiedereingliederung.

In dem neuen Therapiehaus hat eine Bewohnergruppe in einer unserer Wohntraingseinheiten die Möglichkeit, lebenspraktische Alltagsangelegenheiten noch eigenständiger durchzuführen. Dies gilt für Bereiche, wie Umgang mit Geld, selbstständige Zimmerreinigung und Essenzubereitung (die Bewohnergruppe verfügt über einen eigenen Aufenthaltsraum mit Küche) sowie damit verbundene eigenständige Ablauforganisation innerhalb der Bewohnergruppe.

Betreute Wohngruppen

Angegliedert an die vorhandene Konzeption bietet das CMA-Wohnheim in Badenhausen als alternative Wohnform des betreuten Wohnens die angegliederten Wohngruppen an.

 

Dazu wurden in Badenhausen, ca. 10-15 Minuten Fußweg vom Wohnheim entfernt, zwei Wohnungen angemietet. Diese bieten unseren Klienten die alternative Wohnform der Wohngruppe an. Bis zu zwei Bewohner je Wohnung können hier ihre Eigenständigkeit im Lebensalltag ausprobieren. Die höheren Anforderungen dieser Wohnform setzen im Allgemeinen voraus, dass die einrichtungsinterne zweite Wohntrainingseinheit erfolgreich abstinent durchlaufen wurde.

 

Die betreuten Wohngruppen verfügen über eine moderne Komplettausstattung, die heute Standard ist. Ein Garten vor dem Haus, Keller-, Boden- und Fahrradabstellräume können mit benutzt werden.

 

Die Anbindung der Wohngruppe an das Wohnheim wird gewährleistet, indem die Bewohner an der Tagesstruktur bzw. Arbeits- und Beschäftigungstherapie der Einrichtung mit allen Angeboten teilnehmen. So wird ihnen die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht, sowie Orientierung, Halt und Sicherheit vermittelt, die sie benötigen, um den Übergang zu einer dauerhaft abstinenten, selbst bestimmten Lebensweise zu schaffen.

 

Die Mitarbeiter des CMA-Wohnheims betreuen sowohl die Bewohner in der Einrichtung während der Arbeits- und Beschäftigungstherapie, als auch täglich in den Wohngruppen. Sie geben dort die notwendige Unterstützung und Anleitung und stehen den Bewohnern mit Rat und Tat in lebenspraktischen Dingen zur Seite.

 

Allen Mieterverpflichtungen, die den Bewohnern durch die Benutzung der Räumlichkeiten entstehen, wie Sauberhaltung, Umsetzung von Reinigungsplänen und dergleichen, sollten diese nachkommen. Dabei erhalten die Bewohner selbstverständlich Hilfestellungen durch unser Betreuungspersonal.

 

Diese Wohn- und Betreuungsform soll den Bewohnern den Übergang in eine noch eigenständigere Wohnform erleichtern. Es werden die Voraussetzungen geschaffen, dass die Betroffenen wieder selbstständig und abstinent den Anforderungen des Lebensalltages gerecht werden.

Unser Grundanliegen

Motivation, Anleitung, Begleitung und Hilfestellung bei der Wiedererlangung lebenspraktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten, die die individuelle Lebensgestaltung und Alltagsbewältigung des Bewohners weitgehend selbstständig ermöglichen sollen.

Die Achtung der Würde des Bewohners sowie seine Interessen und Bedürfnisse stehen für uns im Vordergrund.

Wir ermöglichen durch soziale Interaktion und Integration eine Teilhabe des Bewohners am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben innerhalb und außerhalb der Einrichtung.

Maßnahmen und Ziele

  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Angst- und Konfliktbewältigung
  • Struktur vermitteln
  • Soziale Integration und Kommunikation
  • Krankheitseinsicht
  • Wege zur abstinenten Lebensweise
  • Motivation zur positiven Lebenseinstellung
  • Erhöhung der Lebensqualität

Beschäftigungstherapie

Auch die Beschäftigung in externen Werkstätten ist möglich.

Wohntraining im Rahmen der Wiedereingliederung

Erprobung der individuellen Verselbständigung für den Lebensalltag:
  • Körperhygiene, Wäsche, Ordnung
  • Umgang mit Geld
  • Kochen, Tagesplanung
  • Förderung der individuellen Selbständigkeit und sozialer Kompetenz
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